Unsere Idee ist einfach:
Boulespielen da, wo es herkommt! In einer anregenden Atmosphäre, in der Boule, gutes Essen und eine schöne Landschaft zum Savoir Vivre gehört. Denn genau dort ist es eine Lust, seine Technik zu verbessern und eine tägliche Herausforderung, neu erlernte Fähigkeiten an guten Spielern zu messen.

Provence
Wer denkt dabei nicht an Licht, Farben, Wein und Lavendel. Doch es verbindet sich mehr mit dieser Landschaft. Eine bemerkenswerte Geschichte, in der vor allem die Kelten und Römer ihre Zeichen setzten. Zudem kulturelle Vielfalt von Van Gogh bis Pagnol. Wer die Natur liebt, kommt in dem Gebiet um den Mont Ventoux voll auf seine Kosten.

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“ Zu doof zum bescheißen „

Für die , die meine Geschichte nicht kennen ein kleiner Rückblick in die vergangenen Jahre, ohne Hass, Vorwürfe, Beleidigungen, Hetze und Beschimpfungen. Emotionen mit denen ich in den letzten Jahren leider von vielen im Lande überschüttet wurde! Ich hatte zeitweise das Gefühl, daß den „ sauberen Deutschen „  Verbrechen, alltäglicher Terrorismus  und Fremdenfeindlichkeit weniger Verdammenswert erscheinen als das

„nicht vorsätzliche Spielen mit einem manipulierten Sportgerät.“

Vielleicht sollte ich es ruhen lassen, aber ich kann jetzt entspannter darüber reden als in der vergangenen Zeit. Auch glaube ich nicht, daß es noch irgendjemanden interessiert, aber darum geht es nicht, „ mich interessiert es „ und nur das ist wichtig.

Ich versuche es emotionslos wiederzugeben, damals war ich erschüttert.

Ich wurde  im Herbst 2016 im Rahmen der ü.55 Europameisterschaft in Monaco , für die ich mich mit meiner Mannschaft qualifizierte, nach dem gewonnen 1/4 Finale aufgefordert eine meiner beiden Kugeln für eine Stichprobenkontrolle zur Verfügung zu stellen. An der Stichprobe wurden 4/6 Kugeln der 1/4 Finalisten kontrolliert.

Meine Kugel zeigte auf der Boulehonette eine Laufauffälligkeit, daraufhin wurde ich für das Halbfinale gesperrt. Meine Mannschaft verlor das Halbfinale. In der Zwischenzeit wurde meine Kugel genauer Untersucht und in 2 Teile gesägt.

Der Verdacht bestätigte sich, meine Kugel war mit verschiedenen Materialien gefüllt. Genaues hat man mir nie mitgeteilt. Meine Mannschaft wurde vomTurnier und  sämtlichen Festlichkeiten ausgeschlossen. , meine Lizenz wurde einbehalten , ein Verfahren gegen mich wurde eingeleitet.

Ich gab noch vor Ort unmissverständlich zu, diese Kugel gespielt zu haben und daß es meine Kugel war, daß ich aber ahnungslos war, daß es sich um eine manipulierte Kugel handeln würde.

Obwohl ich nachvollziehbar schilderte wie ich vermutlich in den Besitz dieser Kugel kam ( ich habe inzwischen weit über hundert Einzelkugeln, die ich von Spielern und auf Flohmärkten aufkaufe um sie bei dem Pétanque- Training einzusetzen.) und der DPV- Richter dies auch im Urteil bestätigte und zugab ,daß im Zweifelsfall für den Angeklagten zu werten sei, wurde ich zu einer Lizenzsperre von 5 Jahren verurteilt, ohne Berufungsmöglichkeit.

Der damalige DPV Präsident Blumenröther forderte vor der Beweisaufname bis zu 10 Jahre Sperre.

( soviel zur Unterstützung durch die Offiziellen). Man wollte ein Exempel und daß es dann ausgerechnet der Mohr war, da hatte man den richtigen Exzentriker, da waren Gegenstimmen aus dem Boulevolk eher nicht zu erwarten. Dem Europäischen Verband gegenüber willfährig sein, anstatt seine Spieler zu schützen. 
Ein franz. Weltmeister erklärte mir hinterher, „Wenn das einem franz. Spieler passiert wäre, wäre nichts weiter passiert, die Mannschaft als auch der Verband hätten zu 100%  hinter dem Spieler gestanden!“

Ich hatte einer Sperre zugestimmt, denn immerhin bleibt die Tatsache bestehen, daß ich mit einer, manipulierten Kugel spielte. Die Verantwortung  hatte, daß ich diese Kugel  in die Europameisterschaft einführte und damit spielte. Dieser groben Fahrlässigkeit oder vernachlässigten Sorgfaltspflicht bin ich schuldig.

Einer  Sperre von 12/ 18 Monaten hätte ich widerspruchslos zugestimmt. Aber keiner 5 Jahressperre, das ist Vergeltung und keine gerechte Bestrafung.

„ ohne Absicht, ohne wissentlich betrügen zu wollen und ohne zu wissen, daß diese Kugel eine Betrugskugel war.“ All dies wurde mir im Urteil bestätigt ! Trotzdem haben sie mir ein Strafmaß auferlegt, was man in meinem Alter als sportliches Lebenslänglich bezeichnen kann!

Die nachfolgenden 6 Jahre habe ich unter vielem anderen auch dazu genutzt mich über gedopte Kugeln zu informieren, habe einschlägige Orte und Menschen aufgesucht, die mir bereitwillig Auskünfte gaben , wie man eine Kugel so manipuliert, damit man einen Vorteil damit erspielen kann, denn spielen können muß man letztendlich auch mit einer manipulierten Kugel. Gewundert habe ich mich über die Bereitwilligkeit  mir über dieses vermeintliche Tabuthema Auskunft zu geben und vor allem haben mir zahlreiche Spieler ohne Geheimnistuerei gestanden, daß sie selbst auch welche hätten und mir auch Spieler nannten, die damit spielten ( natürlich nur bei den vielen Lizenzfreien Turnieren) und das eher als Kavaliersdelikt ansahen. Bei dem Vielvölkergemisch in der Provence wird wohl die moralische Hemmschwelle etwas höher angesetzt.

Allein mit über 20 verschiedenen Materialien gefüllte Kugeln wurden sichergestellt. Es wurde alles erdenkliche reingestopft. Die gebräuchlichsten Materialien sind Sand mit Öl vermischt, Eisenspäne mit Öl, Quecksilber, Flüssiggas , ( allerdings sind dies professionelle Füllungen von Boulesherstellern ! angefertigt.) Das Gas ( der Beweis) soll sich während des  Öffnungsprozesses Verflüchtigen. Italienische mit Kautschuk gefüllte Kugel sind immer noch im Handel erhältlich. Auch aus Thailand und China sind gefüllte Kugeln zu erwerben. Es wurden mir bei meiner Recherche fertig manipulierte Standardkugeln angeboten, ab 350€. In einem Avignoner Kugelladen fertigt ein Mitarbeiter solche Kugeln an . D. erzählte mir, daß schon einige Sätze nach Deutchland gegangen wären.

Ein Weltbekannter Monsieur F.
Weltmeister, Marseillaise – Gewinner etc. der gerne seine Kugeln ausglühen ließ, d.h. Die Boules werden in einer Esse rotglühend erhitzt um dadurch die  Mindesthärte von 110 zu reduzieren. Der Vorteil soll darin bestehen , die Carreaux Fähigkeit zu erhöhen, die Kugel verformt sich beim Aufprall, bleibt also eher liegen, prallt nicht so weit ab ! Nach einem Turnier ist die Kugel unbrauchbar. Nichts anderes versuchen Jahr für Jahr die Kugelhersteller, eine Kugel zu entwickeln mit immer geringerem Rebound-Effekt , (absprunghöhe) . Die NS- ( keine Werbung) Kugeln haben eine innere Struktur ,die den Aufprall dämpfen soll. Ein dominanter Franz. Kugelhersteller markiert diese übers Material veränderte Kugeln mit    einem + ,Das lassen sie sich dann von der internationalen Fédération abnicken , die Boules kosten zwischen 200/400€ und haben einen Vorteil den anderen Kugeln gegenüber. Legales manipulieren von Kugeln.

Vor allem interessierte mich wie genau und in welchen Schritten man eine Kugel füllt. Die Meinungen waren unterschiedlich, von schlampig angefertigten, d. h. Loch bohren , was reinstopfen, Loch zumachen, zuschweißen oder Nagel reinklopfen.

Bis zu präzisen Angaben über Zugabe verschiedener Materialien + Gewichten, Übergewicht  auf  der Drehbank abdrehen, neu gravieren etc. etc.

Dank des DPV bin ich zu einer Kapazität im Wissen um manipulierte Bouleskugeln geworden! 

Ich hab’s versucht, und es ist mir gelungen 2 Sätze mit unterschiedlichen Materialien zu füllen, um auszuprobieren ob man das ohne weiteres beim spielen merken muß , wie man mir vorwarf. Man merkt es nicht, wenn man das Füllgewicht nicht übertreibt und nur 10/20 Gramm p. Kugel verändert. Wenn man sensibilisiert ist, einen Verdacht hat. Oder wenn man eine manipulierte K. mit einer normalen K. direkt vergleicht und                  30 /50Würfe macht, also eine Kugel haptisch  genauestens überprüft sollte man evtl. soviel verdacht haben , daß eine genauere Untersuchung gemacht werden kann. Rechtlich ist immer noch zu klären inwieweit sowas zulässig ist, auf keinen Fall darf der  verdachtschöpfende  Gegner die Kugel anfassen oder Sie sogar für eine Untersuchung entwenden.  

Wenn man es nicht im Kopf hat, nicht explizit darauf aufmerksam gemacht wird, oder nichts am äußeren der K. sichtbar darauf hinweist ,( Bohrstelle,  Schweißpunkt, etc.) merkt man keinen Unterschied auf dem Terrain, und beim Schießen merkt man erst gar nichts! Man hat auch mit einer normalen Kugel  mal einen Treffer 30/40 cm davor, erst recht, wenn man es versteht mit sehr viel Rückwärtsdrall zu schießen, der Absprung vom Terrain , ist dann wesentlich flacher.

„Wer in einem 3 er Satz mit EINER manipulierten Kugel spielt, und die Füllmenge nicht übertreibt,“ ( so sagte man mir,) wäre absolut nichts zu merken!!!

In Zukunft werdet Ihr die Erfahrung,  (mit manipulierten Kugeln zu spielen , sie zu erkennen und wie Sie auf die schnelle zu prüfen sind,) in meinen Kursen machen können. Auch eine ausgeglühte Kugel mit ursprünglicher Mindesthärte von 110 steht zur Probe zur Verfügung.
Es wird in der Wichtigkeit nicht überbewertet werden, vielleicht eine Std. oder eine Partie dauern. Dieser Scheiß hat mich  genug Zeit, Vertrauen, Energie und Verdruss gekostet.

Nachfolgend das komplette DPV Verbandgerichtsurteil, beim ersten durchlesen 2016 machte ich mir handschriftliche Randnotizen. 

Zusätzlich möchte ich bemerken , Daß das Urteil zwar alle möglichen Stellungnahmen enthält nur:

meine Stellungnahmen, die Unterschiedlichen Stellungnahmen von Menschen die für mich sprachen etc. nicht erwähnt ,geschweige denn aufgezeigt wurden. Es gab in diesem Unrechtsverfahren nur Ankläger, angefangen vom Europ. Verbandspräsidenten, den deutschen Ankläger Blumenröther , der parteische Richter ,der die Interessen des DPV vertrat und aktiver Boulespieler war, als auch die beiden Beisitzer als aktive Boulespieler. Eine Verteidigung meiner Person und meiner Interessen war nicht existent.

Irgendwie hatte ich techn. Schwierigkeiten die richtige Reihenfolge der Seiten hinzubekommen. 

 

Noch ein paar Worte, ohne Zynismus oder Ironie ( vielleicht ein bisschen) .Meine Lizenz wollten Sie mir zuschicken, sowie ich die Gerichtskosten gezahlt hätte ,nach 6 Jahren ist sie immer noch nicht da!
Meine Aufgesägte Kugel, mein Eigentum ist bis heute noch irgendwo. (möchte eigentlich gerne dieses tolle Objekt haben) Sollte Sie noch in Monaco sein und in einer Vitrine die Massen anziehen, so muß sich der DPV darum kümmern, daß Sie wieder in meinen Besitz gelangt.

Über die Jahre hinweg haben viele Unsauberkeiten, mangelnde Kenntnisse, Unwahrheiten und mangelnde Qualitäten in den Führungspositionen des DPV zu einem hohen Verschleiß an Manpower geführt. Ehrgeiz und Geltungsbedürfnis haben immer wieder Leute an die Spitze gebracht ,die dort nichts zu suchen hatten! Ob sich das je ändern wird, !?

Die Scharfmacher wie Blumenröther und andere, sollten prüfen inwieweit sie mir nicht alle Meisterschaften, und Erfolge aberkennen lassen ( siehe Armstrong) ,vielleicht spielte ich ja mein ganzes Leben mit manipulierten Kugeln und keiner hat’s gemerkt und jeder ,der gegen mich verlor, weiß ja nun warum.
Oder sollte man evtl. doch nichts merken am Lauf der Kugel , entgegen der Klugscheißer die das Gegenteil bekunden. War es nur ein Zufallstreffer ? Und der Mohr ist total unschuldig und doof, weil er es auch nicht merkte. , „Zu doof zum bescheißen“ wie einer aus Hannover bemerkte. Sei’s drum.

Der Präsident des Europ. P. Verbandes und Turnierleiter Mike Soundso , sagte aus, daß es eine Auswahl der zu prüfenden Kugeln nach dem Zufallsprinzip war ( oben zu lesen!) und nicht wie der Schiedsrichter erst 4 Wochen später korrigierte ,wegen einer Laufauffälligkeit. „Nachtigall ick hör dir…….“ Schmuh und Absprachen, wie sie halt üblich sind“.



Ca. 2 Monate nach dem Urteil ,schrieb ich an Blumenröther, daß ich den ganzen Vorfall sehr bedauere und bot einen zaghaften Versuch von Wiedergutmachung an, meine bescheidenen Kenntnisse und mein Wissen einzusetzen z.B: für ein Jugendkonzept im Bereich „ Pétanque „ während meiner Sperre.
Er schmetterte meinen Versuch ab. Was mir einfiele, es wäre eine Unverschämtheit in meiner Lage Wünsche an den DPV zu richten und ich solle von solchen Anbiederungen Abstand nehmen !?

Man hatte wohl Angst , ich wolle Ihnen vom Schafott springen. Daraufhin hielt ich bescheiden für die nächsten Jahre meinen Mund!



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Nun ist die ( von wegen goldene, ( auch so eine Unwahrheit) es sind die Anstecknadeln die man bei jeder DM nachgeworfen bekommt und von denen überall in den Schubladen welche rumliegen) goldene ! Ehrennadel und die schöne Urkunde tatsächlich auf dem Müll und auf dem Müll der Geschichte gelandet. Aber die Errungenschaften darf ich doch für mich beanspruchen oder!?

Hab auch noch soviel schöne DM-Pokale, Ehrennadeln und schwarz rot goldenes gedöns + einen ehrfürchtigen schweren WM- Pokal + den vielen hübsch- hässlichen vom Vorstand selbstgebastelten DM Trophäen. Wenn Pétanque- begeisterte Kids daran Interesse haben, müßt ihr sie euch in der Provence abholen.


Noch ein allerletztes, ich werde keine Lizenz mehr nehmen, was soll ich damit, spiele im Winter 3/4 x in der Woche in der Halle, Trainiere viel und hier in der Provence spiele ich bei den Kursen und einpaar mal die Woche um Kohle .

Was will ich mehr. Soll ich mir das Spießrutenlaufen auf deutschen Turnieren antun, mit Misstrauen, Verachtung +Beschimpfungen. Noch einen Meistertitel.? Bin blendend in Form. Wenn zwei junge wilde, schwer zähmbare Genies………., dann evtl.

Die Formulierung ist schon so gewählt, daß dies nicht passieren wird, wer wird sich schon evtl. für Mohr auf einer DM in ein Handgemenge einlassen.!?Alles gut so!!

Ich bin weicher geworden, nicht im Sinne von Weichei, eher im Sinne von Verständnis für die eigenen und die Schwächen der anderen. Ist wohl eine Folge des Alt werdens ! Aber bitte nicht um jeden Preis! El Mohro.


Wenn’s euch interessiert schaut euch auf Instagram unter

hamburg_provence ein paar kleine Filmchen (wie füllt man eine Kugel) dazu an.